Photokina 2018

Die Hersteller haben großartige neue Produkte vorgestellt. Nikon und Canon gehen mit spiegellosen Vollformat-Kameras an den Start, Sigma bringt u.a. in der Produktlinie Sports einen 60 bis 600 mm Allrounder raus und mit Vuze XR sind 360-Grad-Videos in 5,7K-Auflösung möglich.

Auch im Bereich der Video-Produktion wurden viele neue Objektive vorgestellt. Der Unterschied zu Objektiven für die Fotografie besteht übrigens in der Optimierung für High-Speed-Bewegungen und einer sehr weichen Brennweiten-Regulierung. So lässt sich während des Filmens ohne Ruckler an das Objekt ran zoomen. Wir filmen in der Erstellung von Produktvideos für Kunden, mit der SONY Alpha 6300 – auch SONY bietet spezielle Filmobjektive, die wir für unsere Arbeit in Betracht ziehen.

Auf verschiedenen Stages wurden Sportler, Models und Effekte präsentiert um mit neuen Kameras und Objektiven z.B. ultrakurze Belichtungszeiten, Bildfolgen, Zeitlupen-Modi und vieles mehr zu testen.

Auf der MOTION STAGE ging es primär um das Bewegtbild, denn bereits jetzt werden bei YouTube jede Minute 400 Minuten Filmmaterial hochgeladen und ein großer Teil davon wird mit dem Smartphone gefilmt. Wie mit dem Smartphone professionell gefilmt werden kann und wo die Unterschiede zu Filmkameras liegen, wurde in einem der Vorträge thematisiert. Die Kamera-Apps der Hersteller sind zwar im Grunde ganz gut, kommen aber insbesondere bei Einstellungen zur Belichtungszeit und Bildfrequenz oder das unterschiedliche Setzen von Licht- und Fokuspunkt an ihre Grenzen. Ganz klar im Vordergrund ist das Gewicht der gesamten Ausrüstung und mit recht geringem Budget ist es möglich, das Smartphone zu einer professionellen Ausrüstung aufzustocken. Der Referent zählte die Vor- und Nachteile von bestimmten Aufnahme- und Postproduction-Apps, Stativen, Mikrofonen, Lichtsystemen und Gimbals auf.

Auf der COMMUNITIES STAGE zeigten renommierte Top-Fotografen ihre Arbeiten, gaben Tipps und zeigten Tricks in ihren Workshops. Etwas theoretischer ging es auf der PROFESSIONALS STAGE zu. Hier hielten Profis Vorträge und gaben Antworten auf Fragen zu Bildrechten, der DSGVO, Kundenfindung und -bindung und vieles mehr.

Auf der WEDDING STAGE waren Hochzeitsfotografen*innen zu Hause. In Vorträgen ging es z.B. darum, wie Hochzeitsbilder genutzt werden, um ein Dokumentaralbum zu erstellen. Um auch während des Auftrages, also auf der Hochzeit, parallel zusätzliche Aufträge zu generieren, hatte Dietmar Guess der Tecco GmbH (Hersteller und Veredler von unterschiedlichsten Druckpapieren) einen heißen Tipp: Er empfiehlt einem Hochzeitsfotograf*innen, grundsätzlich einen mobilen Drucker dabei zu haben und zum Abschluss der Arbeiten auf der Hochzeit, ein paar Bilder direkt zu drucken und in einem kleinen Fotobuch (tecco-book.com) zu übergeben. Der Investitionsumfang ist verhältnismäßig gering und bietet den Kunden einen Vorgeschmack auf darauf, welch Freude das gedruckte Bild bietet – die Anfertigung der TECCO BOOKS erfolgt dann natürlich über den Fotografen.

Das TECCO BOOK CARBONATE gibt es übrigens in verschiedenen Größen und den Formaten Panorama und Square. Apropos Square ...

In Zeiten von Instagram, sind bei Schnappschüssen mit dem Smartphone, #hashtags und Filter wie Earlybird, Juno und Hudson nicht mehr wegzudenken. Das Standard-Bildformat bei Instagram ist 1:1, das gute alte Quadrat – wie wir es von Sofortbildkameras kennen.

Was, wenn sich das alles vereinen ließe? Fujifilm hat mit der instax eine Sofortbildkamera auf den Markt gebracht, mit der ein Foto über ein kleines Display um Filter erweitert und in Helligkeit und Kontrast bearbeitet werden kann. Per One-Click wird das Bild gedruckt. Auch für Kundenevents kann das ein interessantes Gadget sein. Die Kamera gibt es übrigens in verschiedenen Ausführungen - modern/retro, mit/ohne Display und sogar mit Selfie-Spiegel.

Auch Lomography hat verschiedene Modelle auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zum Kollegen von Fujifilm gibt es die Sofortbildkameras von Lomography mit wechselbaren Objektiven und sogar als Selbstbausatz.

Vom Format 4:3 ging es über 16:9 zu 21:9 und nun geht der Trend wieder hin zu 1:1. Das bedeutet, es folgt eine große Veränderung in der Fotografie, Bildbearbeitung und Bildgestaltung. Es wird spannend und die große Frage ist, ob und wie sich das auf den Film auswirkt.

Über die gesamte Messe verteilt, zeigte Fujifilm tausende Bilder von Profis und Amateuren aus insgesamt 41 Ländern. Allein, um diesem Projekt die verdiente Aufmerksamkeit zu widmen, sind vier Tage notwendig.

Wie erwartet ist viel zu wenig Zeit gewesen, um alles zu sehen, was auf der Wunschliste stand.

Auf die weiteren Entwicklungen und Fortschritte sind wir sehr gespannt und freuen uns auf die nächste Photokina, die im Mai 2019 stattfindet.

Foto: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx Foto: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx
Foto: Koelnmesse GmbH, Maxi Uellendahl Foto: Koelnmesse GmbH, Maxi Uellendahl
Foto: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx Foto: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx
Foto: Koelnmesse GmbH, Maxi Uellendahl Foto: Koelnmesse GmbH, Maxi Uellendahl
Foto: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner Foto: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner

Titelbild - Foto: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner

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